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26.09.2018: Bangladeschs Regierung legt empörend niedrigen Mindestlohn von 80,- EUR fest

Die Gewerkschaft NGWF fordert einen Mindestlohn von 160,- EUR. Foto: © NGWFDie Gewerkschaft NGWF fordert einen Mindestlohn von 160,- EUR. Foto: © NGWFBonn. Die Regierung von Bangladesch hat beschlossen, den Mindestlohn von 5.300 Taka (54,- €) auf 8.000 Taka (80,- €) ab Dezember 2018 zu erhöhen. Dies reicht bei weitem nicht, allein nur um die gestiegenen Kosten der letzten Jahre aufzufangen, geschweige denn eine reale Lohnerhöhung zu erreichen. Die Löhne in Bangladeschs Bekleidungsindustrie sind immer noch die niedrigsten der Welt. Die Gewerkschaften verlangten 16.000 Taka (160,-€). Fünf Jahre gab es keine Lohnerhöhung, obwohl die Gesetzesnovellierung von 2013 vorsieht, dass die Grundlohn-Komponente jedes Jahr um 5% erhöht wird.

In Bangladesch setzt sich der Lohn aus einem Basislohn und Zuschlägen (für Wohnung, Transport, etc.) zusammen. Jetzt wurde der Basislohn nur geringfügig angehoben, dafür aber die Zuschläge stärker. Dies hat Auswirkungen auf die Bezahlung der Überstunden, die sich nach dem Basislohn richten. Die Beschäftigten erhalten also faktisch bei Überstunden keine Verdopplung ihres Lohns.

Am 6. Juli 2018 hatten die Vertreter_innen von Wirtschaft und NGOs im Steuerungskreis des Textilbündnisses gemeinsam einen Brief an die Premierministerin von Bangladesch geschrieben, in dem sie die Regierung zu einer substanziellen Lohnerhöhung auffordern und auch darauf hinweisen, dass die Forderung der Gewerkschaften beachtet werden müssen.

Die Gewerkschaften in Bangladesch fordern:

  1. Anhebung des Mindestlohns
  2. Festlegung des neuen Mindestlohns für alle Lohngruppen, nicht nur der Helfer_innen
  3. Der Grundlohn muss 70 Prozent des Bruttolohns betragen, nicht 51 Prozent wie nun geplant
  4. Jährliche Lohnerhöhung von 10 Prozent

Nachdem nun die Lohnerhöhung so gering ausgefallen ist, fordert FEMNET und die Clean Clothes Campaign alle Unternehmen auf, die aus Bangladesch Waren beziehen, sich öffentlich für die Forderung der Gewerkschaften für einen Mindestlohn von 16.000 Taka auszusprechen und dafür einzusetzen.

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27.07.2018: FEMNET und die Clean Clothes Campaign verurteilen Arbeitgebervorschlag zum Mindestlohn für Arbeiter*innen in Bangladesch und rufen Unternehmen zum Handeln auf


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