Myanmar und Äthiopien

Wie ist die Situation von Frauen in den aufstrebenden Textilmärkten Äthiopien und Myanmar im Vergleich zu Bangladesch? Eine Analyse

Textilfabrik in Myanmar. Foto: © Martje Theuws | SOMOTextilfabrik in Myanmar. Foto: © Martje Theuws | SOMODie weltweite Nachfrage nach Bekleidung - vor allem im billigen Fast Fashion Segment. Entsprechend sind Bekleidungsunternehmen auf der Suche nach neuen Produktionsstandorten. Die Rana-Plaza-Katastrophe und andere Industrieunfälle zeigen, dass ein unablässiges und gnadenloses Streben nach Wachstum seinen Preis hat. FEMNET setzt sich dafür ein, dass nicht die Näher_innen, die zu einem Hungerlohn unsere billige Bekleidung nähen, diesen Preis zahlen müssen.

Im Vergleich zwischen Bangladesch, Äthiopien und Myanmar zeigt sich, dass die soziale und arbeitsrechtliche Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie in allen drei Ländern prekär ist. Bangladesch steht hinsichtlich der Gleichheit der Geschlechter, zivilgesellschaftlicher Freiheit und der Gewährung politischer Rechte nicht gut da, jedoch besser als Äthiopien und Myanmar.

Titel Studie Arbeitsrecht 2018Die folgende Analyse beschreibt die Situation von Frauen in der Bekleidungsindustrie in den aufstrebenden Textilmärkten Äthiopien und Myanmar und setzt sie in Bezug zu den bereits besser bekannten Arbeitsbedingungen in Bangladesch. Sie stellt die Grundlage dar zur Erarbeitung weiterer Materialien für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit von FEMNET beim Einsatz für würdevolle und faire Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie weltweit, insbesondere für Frauen in Äthiopien, Myanmar und Bangladesch.

 

 

 

 

 

 

Veranstaltungshinweis

 

22.02.2018: Arbeitsrechts-Aktivist_innen aus Myanmar berichten über Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie Myanmars: Vortrag und Diskussion in Bonn

Der Aktivist Mr. Thurein Aung von Action Labor Rights (ALR) und die Gewerkschafterin Ms. Myo Myo Aye von Solidarity for Trade Union Myanmar (STUM) werden über die Arbeitsrechtsverletzungen in der Bekleidungsindustrie aus Sicht der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft sprechen. Dabei nennen sie konkrete Beispiele aus Fabriken, in denen westliche, auch deutsche, Unternehmen produzieren lassen.

Es wird aus dem Burmesischen ins Englische übersetzt und nach Bedarf ins Deutsche.

Zeit: 22. Februar 2018, 18-20 Uhr
Ort: Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), Tulpenfeld 6, Bonn

Weitere Informationen...

Das Myanmar Dilemma

Ein Video der SOMO Researcher zur Arbeitssituation der Textilarbeiter_innen in Myanmar.


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