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Nachrichten aus Bangladesch

26.10.2015: "Made in Bangladesh" - Tanztheater tourt durch Europa

Helena Waldmann entwickelte 2014 mit zwölf versierten Kathak-Tänzer/innen ein Tanztheaterstück, das unterstützt von Nazma Akter, der international bekannten Kämpferin gegen die Ausbeutung in der Textilindustrie von Film-Einspielungen und Ton-Collagen begleitet wird. Im Herbst 2015 tourte es durch Deutschland.

Link zum Trailer auf youtube.com

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27.09.2015: 11. Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen an NGWF-Aktivist Amirul H. Amin

Preisverleihung an A. H. Amin 2015 in NürnbergZum elften Mal verlieh die Stadt Nürnberg in einem Festakt den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Geehrt wurde Amirul Haque Amin für sein Engagement in der Nationalen Gewerkschaft der Textilarbeiterinnen und –arbeiter in Bangladesch.

Bei der festlichen Überreichung des Preises am Sonntag, 27. September 2015, im Nürnberger Opernhaus hielt Alke Boessiger, Leiterin der Handelsabteilung von UNI Global Union die Laudatio.

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Reisebericht Bangladesch vom 30.08. bis 07.09.2015 von Gisela Burckhardt

Allgemeine Eindrücke: viel Regen und Verkehrschaos

Rikschafahrer in DhakaRikschafahrer in DhakaNoch nie war ich in der Monsunzeit in Bangladesch. Es kann stundenlang in Strömen regnen, die Straßen stehen unter Wasser, da die Kanalisation unzureichend ist, das Wasser kann nicht abfließen. Die Rikschafahrer stehen teilweise bis zu den Oberschenkeln im Wasser. Sie fahren im Regen, während die Gäste auf der Rikscha durch eine Plastikplane vorne und ein Dach über der Rikscha vor dem Regen geschützt sind.

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23.07.2015: Für Aldi produziert, jetzt ohne Lohn - Arbeiterinnen in Bangladesch protestieren gegen Fabrikschließung

Protestierende Swan Arbeiterinnen. Foto: © Chaumtoli HuqProtestierende Swan Arbeiterinnen.
Foto: © Chaumtoli Huq
Der deutsche Discounter Aldi und die Regierung in Bangladesch sollen dafür Sorge tragen, dass die über 1000 Mitarbeiterinnen der Swan-Garments- und der Swan-Jeans-Fabriken endlich ihre unbezahlten Monatslöhne und Entschädigungen erhalten. Das fordert die Kampagne für Saubere Kleidung.

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20.04.2015: Erfolg der internationalen Kampagne von über 1 Mio Unterschriften! Benetton sagt Entschädigungszahlung für Rana Plaza Opfer zu, nur: zu wenig!

Das eingestürzte Rana Plaza Gebäude 2013.Das eingestürzte Rana Plaza Gebäude 2013(Bonn, 20.4.2015) Am 24. April 2013 starben 1.134 Menschen beim Einsturz des Rana Plaza Gebäudes in Bangladesch, als sie Kleidung für internationale Modeunternehmen nähten, darunter United Colours of Benetton, Mango, und die deutschen Unternehmen KiK, Adler Modemärkte, NKD, Güldenpfennig und Kanz/Kids Fashion Group. Viele Opfer warten auch zwei Jahre nach dem Unglück noch immer auf eine Entschädigung: Dem Fonds fehlen noch 6 Mio. USD, laut ILO werden 30 Mio. USD benötigt.

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21.03.2015: Bangladesch: Proteste nach Fabrikschließungen

Proteste gegen Fabrikschließungen vor dem Gebäude der BGMEA.Proteste gegen Fabrikschließungen vor dem Gebäude der BGMEA.Am 21. März 2015 organisierte unsere Partner­organisation NGWF eine Demonstration vor dem Gebäude des BGMEA (Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association), um gegen die Schließungen von 5 Fabriken zu protestieren. In den 5 Fabriken, die alle der BGMEA angehören, wurden in den letzten Monaten gewerkschaftliche Fabrikkomitees gegründet. Diese konnten die gesetzwidrigen Schließungen jedoch nicht verhindern. Man geht sogar davon aus, dass die Schließungen in Zusammenhang mit der gewerkschaftlichen Aktivitäten zu sehen sind und dazu dienen sollten, die Komitees zu zerschlagen. Die Arbeiter_innen erhielten keine Entschädigungen, auch wurden ihnen bisher die noch ausstehenden Löhne verweigert.  

15.02.2015: Bangladesch: Deutscher Fabrikbesitzer entläßt Textilarbeiter_innen - schwere Auseinandersetzungen

Gewalttätige Aufseher greifen Gewerkschafter_innen und Arbeiter_innen der BEO Fabrik an. Foto: © Worker Rights ConsortiumGewalttätige Aufseher greifen Gewerkschafter_innen und Arbeiter_innen der BEO Fabrik an. Foto: © Worker Rights ConsortiumIn Bangladesch wurden 48 Arbeiter_innen der Fabrik BEO - in deutschem Besitz und Produzent für Lidl - im September 2014 entlassen, weil sie bei der Aufsicht über das Gebäude- und Brandschutzabkommen (Accord) Beschwerde aufgrund von Sicherheitsproblemen in der Fabrik eingereicht hatten. Auf einem Treffen beim Accord im Dezember 2014 zwischen allen Beteiligten (Arbeiter_innen, Gewerkschaft Akota, BEO Management u.a.) sagte das BEO Management zu, die entlassenen Arbeiter_innen wieder einzustellen und ihnen die ausstehenden Löhne zu zahlen. Dies ist bis heute nicht erfolgt. Am Sonntag, 15.2.2015 gab es ein weiteres Treffen zwischen Accord, der Gewerkschaft, den Importeuren Distra und Chicca von Lidl - leider ohne jegliche Lösung. Im Gegenteil, es gab handgreifliche Auseinandersetzungen der Aufseher, die mit Eisen-oder Holzstangen gegen Arbeiter_innen vorgingen.

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21.08.2014: Aktuelle Entwicklungen im Fall der Auseinandersetzungen um die Fabriken der Tuba-Gruppe in Bangladesch: 5 Fabriken geschlossen

Am 07.08.2014 stürmte die Polizei die von den Arbeiterinnen besetzte Fabrik der Tuba-Gruppe und vertrieb mit Schlagstöcken und Tränengas alle dort rund 200 seit elf Tagen sich im Hungerstreik Befindenden.

Rund 50 Menschen wurden dabei verletzt. 15 Protestierende wurden verhaftet, aber abends wieder freigelassen. Die Beschäftigten erhielten ihre ausstehenden drei Monatslöhne sowie die Überstunden für einen Monat ausgezahlt, nicht aber den Eid-Bonus (Zulage für den höchsten Feiertag).

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31.07.2014: Hungern bis zum Tod – Arbeiterinnen der Tuba-Gruppe in Bangladesch sind seit drei Monaten ohne Lohn

Hungerstreik bei der Tuba-Gruppe am 30.7.2014Hungerstreik bei der Tuba-Gruppe am 30.7.2014Rund 1000 Textilarbeiterinnen von vier Fabriken der Tuba-Gruppe, zu der auch die Tazreen Fabrik gehört, in der 112 Arbeiterinnen  am 24.11.2012 in einem Brand umkamen und über Hundert teilweise schwer verletzt wurden, protestieren, weil sie seit 3 Monaten keinen Lohn mehr erhalten haben.

„Während andere Arbeiterinnen das höchste Fest der Moslems, Eid, feiern und dafür eine Lohnzulage erhalten und zu ihren Familien aufs Land fahren, können diese Arbeiterinnen nicht einmal ihre Miete mehr zahlen und wissen nicht, wovon sie leben sollen“ berichtet Gisela Burckhardt, FEMNET-Vorsitzende. Saydia aus Dhaka schreibt: „Gestern traf ich eine sieben Monate schwangere Textilarbeiterin, die sich krank fühlte. Sie kann nicht einmal mehr in ihre Wohnung, denn der Besitzer hat die Tür verriegelt und öffnet sie erst wieder, wenn sie mit einem Scheck kommt und die Miete der letzten Monate zahlt.“

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29.07.2014 Konzerne in Deutschland steigern ihre Umsätze nach Rana Plaza – in Bangladesch erhalten viele Arbeiter_innen nicht einmal ihren Eid Bonus - Stand der Fabrikinspektionen

Eid Demo 2014An Eid – vergleichbar unserem Weihnachten – schließen alle Textilfabriken in Bangladesch und die Arbeiterinnen fahren aufs Land zu ihren Familien. Dafür benötigen sie ihren Eid-Bonus, eine Lohnzulage, die jährlich vor dem Festtag ausgezahlt wird. Dieses Jahr aber verweigerten viele Fabriken die Zulage und die Beschäftigten gingen leer aus. Die Ungewissheit, wann die Fabrik schließen, wann sie wieder öffnen und wann die Beschäftigten ihren Bonus erhalten würden, trieb Hunderte von Menschen in den Juli-Tagen zu Demonstrationen auf die Straße.

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