FEMNET e.V. ist eine gemeinnützige Frauenrechtsvereinigung, die sich für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Frauen einsetzt. Wir arbeiten schwerpunktmäßig im Bereich Soziale Rechte für Frauen mit folgenden drei Projekten:
Druck auf die Regierung Bangladeschs wirkt. EU-Parlament verabschiedet Stellungnahme am 20.05.2013.
Am 30. April 2013 veröffentlichten die EU Außenministerin Catherine Ashton und Handelskommissar Karel de Gucht eine Erklärung, in der sie androhten, dass die derzeit Bangladesch als wenig entwickeltem Land (LDC) gewährten Zoll- und Quotenbefreiungen für Importe nach Europa aufgehoben werden könnten, wenn die Arbeits- und Menschenrechte weiterhin derart verletzt werden.
Im Rahmen der Initiative „Alles außer Waffen“ des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) erhält Bangladesch einen zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt. Dieser wird nun in Frage gestellt.
Am Sonntag, 26.05.2013 stellte Günter Jauch die Fragen, welche Mitschuld und welche Macht haben wir als Konsumenten? Was können deutsche Politik und Industrie gegen Missstände in Billiglohnländern tun? Wie wirksam ist das neue Arbeitsschutz-Abkommen der Textilbranche?
Die Gäste waren: Dirk Niebel, Gisela Burckhardt, Ranga Yogeshwar, Sina Trinkwalder, Thomas Tanklay und Nazma Akter.
Es folgte eine sehr lebhafte Diskussion und vor allem die extra aus Bangladesch angereiste Gewerkschafterin Nazam Aktertrug zu einem interessanten Gespräch bei.
Berlin. Einen Monat nach dem Zusammenbruch der Textilfabrik Rana Plaza (24.4.2013) und sechs Monate nach dem Feuer in der Textilfabrik Tazreen Fashions (24.11.2012) warten die Opfer noch immer auf Entschädigungen.
Fr. 24.05.2013 in Bonn, 16 Uhr vor Kaufhof am Münsterplatz!
Über 1.100 Tote und 2.400 Verletzte verursachte der Gebäudeeinsturz am 24. April 2013 in Bangladesch. Trotz aufgetretener Risse im Gebäude wurden die Arbeiterinnen gezwungen, in den 5 Fabriken in dem Hochhaus weiterzuarbeiten.
Am 20. Mai 2013 erreichte uns per E-Mail eine dringende Bitte von Amirul Haque Amin, dem Präsidenten der NGWF, der Nationalen Textilarbeitergewerkschaft in Bangladesch. Mit der NGWF arbeitet FEMNET e.V. seit Jahren zusammen und die Gewerkschaft ist eine von zwei Organisationen, für die wir über unseren Solidaritätsfonds Spenden sammeln.
Herr Amin bittet uns um finanzielle Unterstützung für die NGWF, um die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können:
1. Die Unterstützung der Hinterbliebenen und Verletzten bei ihrem Kampf um Entschädigungszahlungen und Hinterbliebenenrenten.
2. Den Kampf um sichere Arbeitsplätze und der Forderung an weitere Unternehmen dem Brandschutzabkommen beizutreten.
3. Der Unterstützung der Arbeiter_innen, die nun wegen der Fabrikschließungen aus Sicherheitsmängeln ihren Arbeitsplatz verloren haben und denen der ausstehende Lohn zum Teil vorenthalten wird. (Die Regierung hat bereits zahlreiche Fabriken aus Sicherheitsmängeln kurzfristig geschlossen.)
Berlin. Vor Ablauf der Frist gestern Mitternacht haben 31 Firmen zugesagt, das Abkommen für Gebäudesicherheit und Brandschutz zu unterzeichnen. Mehr als 1.000 Fabriken in Bangladesch sind damit Teil des Verbesserungsprogramms. Die Implementierung startet umgehend.