Nachrichten aus Bangladesch

14.02.2017: NGWF in Dhaka fordert Freilassung von Gewerkschafter_innen

Demonstration der NGWF am 10.02.2017. Foto: © NGWFDemonstration der NGWF am 10.02.2017. Foto: © NGWFAm Freitag, 10. Februar 2017, haben National Garment Workers Federation (NGWF) und andere Gewerkschaften erneut für die Verbesserung der angespannten Situation von Gewerkschafter_innen in Bangladesch demonstriert. Mehrere hundert Näher_innen nahmen an der Demonstration in Dhaka teil.

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29.12.2016: Willkürliche Verhaftungen von GewerkschafterInnen während eines Streiks in Bangladesch

Streik Bangladesch. © CCC

Die Kampagne für Saubere Kleidung sorgt sich um die Sicherheit von GewerkschafterInnen und ArbeiterInnen in Bangladesch. Einige von ihnen waren scheinbar willkürlich festgenommen worden, während sich Tausende ArbeiterInnen in Ashulia, einer Gegend in Dhaka, an einem Streik für höhere Löhne beteiligt hatten. Der Streik begann am 12. Dezember 2016 in der Windy Apparels Fabrik, die erst vor kurzem in den Nachrichten in Verbindung mit dem Tod einer Angestellten im Oktober erwähnt wurde. Die Fabrik produziert Kleidung für mehrere Markenunternehmen, darunter H&M, Inditex (dem die Marke Zara gehört), Esprit, Tesco, Arcadia, s.Oliver und Debenhams. Innerhalb kürzester Zeit nahmen auch umliegende Fabriken an dem Streik teil. Am 20. Dezember 2016 wurden 59 Fabriken geschlossen.

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14.10.2016: NGWF fordert faire Löhne in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch

The National Garment Workers Federation (NGWF) hat am 14. Oktober 2016 eine Kampagne für höhere Löhne in der bangladeschischen Bekleidungsindustrie gestartet. Unter dem Titel „Living wage…fair price of garment products” fordert die Gewerkschaft eine faire Entlohnung der rund 4,2 Millionen Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie (davon sind etwa 3,2 Millionen Frauen). Eine Demonstration durch die Hauptstadt Dhaka unter Beteiligung verschiedener nationaler sowie lokaler Gewerkschaften und anderer zivilgesellschaftlichen Organisationen machte auf die Belange der Arbeiter_innen aufmerksam.

NGWF Demo 14.10.2016 vor dem Presse-Club in Dhaka, Bangladesch. Foto: © NGWFNGWF Demo 14.10.2016 vor dem Presse-Club in Dhaka, Bangladesch. Foto: © NGWF

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11.07.2016: Überlebende und Hinterbliebene des Tazreen Fabrikbrandes nach vier Jahren endlich entschädigt

Tazreen Fabrik. Foto: © FEMNET e.V.Tazreen Fabrik. Foto: © FEMNET e.V.Berlin. Durch die Stiftung zur Entschädigung der Tazreen Opfer haben im Juni 2016 alle ArbeiterInnen und Hinterbliebenen ihre Entschädigungszahlung erhalten. Die Clean Clothes Campaign und das International Labor Rights Forum begrüßen diese Entwicklung.

Am 24. November 2012 brach ein Feuer in der Tazreen Fashions Textilfabrik in Bangladesh aus, bei dem 113 Arbeiter_innen ums Leben kamen und fast 200 verletzt wurden. Erst drei Jahre später im September 2015 wurde endlich auf Basis eines Abkommens zwischen C&A, der C&A Stiftung, IndustriALL Global Union, und der Clean Clothes Campaign die Stiftung für Entschädigung der Tazreen Opfer (Tazreen Claims Administration Trust, TCA) ins Leben gerufen.

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30.06.2016: Bangladesch: NGWF nun vernetzt mit weltweit agierendem Gewerkschaftsverband IndustriALL

Die Ernennung des NGWF Präsidenten Amirul Haque Amin zum Vorsitzenden des IndustriALL Bangladesh Council (IBC) ist ein wichtiger Schritt, um die National Garment Workers Federation (NGWF) besser an die globale Gewerkschaftsbewegung anzubinden.

IndustriALL ist ein weltweit agierender Gewerkschaftsverband, der ca. 50 Millionen Mitglieder von 197 Einzelgewerkschaften organisiert und unterstützt u.a. die Living Wage Kampagne. Der IBC ist ein Zusammenschluss von 21 bangladeschischen Partnern des IndustriALL Verbandes.

 

Stand: 06/2016

01.06.2016: Bangladesch: Arbeiter_innen erstreiten Arbeitsrechte und bessere Bezahlung unter Leitung von NGWF

NGWF Gewerkschafter_innen demonistrieren im Juni 2016. Foto: © NGWFNGWF Gewerkschafter_innen demonistrieren im Juni 2016. Foto: © NGWFEigentümer und Management der Karnafuli Knitwear Limited Fabrik haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die den Arbeiter_innen der Fabrik weitgehende Rechte einräumt. Diesen Erfolg hat die National Garment Workers Federation (NGWF) gemeinsam mit den rund 700 betroffenen Arbeiter_innen erkämpft. NGWF ist ein Zusammenschluss von Arbeiter_innen der bangladeschischen Bekleidungsindustrie und arbeitet seit Jahren mit FEMNET zusammen.

Die Vereinbarung wurde am 01.06.2016 im Rahmen des BGMEA (Bangladesh Garment Manufacturers & Exporters Association) Auditorium in Dhaka unterzeichnet. Zu den Entscheidungen des Treffens gehörten u.a. eine gerechtere Bezahlung und das Recht auf Mutterschutz (rund 450 der 700 Betroffenen sind Frauen).

02.05.2016: OECD-Beschwerde gegen TÜV Rheinland: Rana Plaza-Prüfbericht: Arbeitsbedingungen und Sicherheitsrisiken nicht moniert

Das eingestürzte Rana Plaza Gebäude in Savar. Foto: rijans - Flick.comDas eingestürzte Rana Plaza Gebäude in Savar.
Foto: rijans - Flickr.com
Berlin. Das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) hat heute zusammen mit Betroffenen des Einsturzes des Fabrikkomplexes Rana Plaza in Dhaka (Bangladesch), den Organisationen FEMNET und medico international sowie den Gewerkschaften Garment Workers Unity Forum und Comrade Rubel Memorial Center aus Bangladesch eine OECD-Beschwerde gegen das deutsche Zertifizierungsunternehmen TÜV Rheinland eingelegt. Die Organisationen reichten die Beschwerde bei der nationalen Kontaktstelle der OECD im Bundesministerium für Wirtschaft wegen eines unzureichenden Prüfberichts über eine Produktionsstätte im Fabrikkomplex Rana Plaza ein.

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22.12.2015: Neuer Bericht spricht von über 7000 statt 4500 Fabriken in Bangladesch

Unbenutzte Nähmaschinen in einer Textil-Fabrik in Dhaka, Dezember 2014.  Foto: © NYU Stern Center/Nayantara BanerjeeUnbenutzte Nähmaschinen in einer Textil-Fabrik in Dhaka, Dezember 2014. Foto: © NYU Stern Center/Nayantara BanerjeeDas Stern Center for Business and Human Rights der New York University berichtet von über 7000 Fabriken in Bangladesch statt von 4500 Fabriken (wie der Unternehmensverband offiziell angibt). Die hohe Zahl rührt daher, dass viele Fabriken Unterauftragnehmer von Exportfabriken sind, wo die Arbeitsbedingungen oft besonders katastrophal sind, da sie keinerlei Kontrolle unterstehen.

Laut Bericht überprüfen ACCORD und Alliance – die beiden Brand- und Gebäudeschutzabkommen, die nach Rana Plaza geschaffen wurden – nur 27% aller Fabriken in Bangladesch und zwar vor allem die für den Export produzierenden Fabriken. In den restlichen Fabriken arbeiten rund 3 Mio Arbeiterinnen, die von den Abkommen nicht erfasst werden, Verbesserungen der Gebäude-Infrastruktur gibt es dort daher nicht.

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26.10.2015: "Made in Bangladesh" - Tanztheater tourt durch Europa

Helena Waldmann entwickelte 2014 mit zwölf versierten Kathak-Tänzer/innen ein Tanztheaterstück, das unterstützt von Nazma Akter, der international bekannten Kämpferin gegen die Ausbeutung in der Textilindustrie von Film-Einspielungen und Ton-Collagen begleitet wird. Im Herbst 2015 tourte es durch Deutschland.

Link zum Trailer auf youtube.com

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27.09.2015: 11. Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen an NGWF-Aktivist Amirul H. Amin

Preisverleihung an A. H. Amin 2015 in NürnbergZum elften Mal verlieh die Stadt Nürnberg in einem Festakt den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis. Geehrt wurde Amirul Haque Amin für sein Engagement in der Nationalen Gewerkschaft der Textilarbeiterinnen und –arbeiter in Bangladesch.

Bei der festlichen Überreichung des Preises am Sonntag, 27. September 2015, im Nürnberger Opernhaus hielt Alke Boessiger, Leiterin der Handelsabteilung von UNI Global Union die Laudatio.

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Weitere Beiträge...

  1. Reisebericht Bangladesch vom 30.08. bis 07.09.2015 von Gisela Burckhardt
  2. 23.07.2015: Für Aldi produziert, jetzt ohne Lohn - Arbeiterinnen in Bangladesch protestieren gegen Fabrikschließung
  3. 20.04.2015: Erfolg der internationalen Kampagne von über 1 Mio Unterschriften! Benetton sagt Entschädigungszahlung für Rana Plaza Opfer zu, nur: zu wenig!
  4. 21.03.2015: Bangladesch: Proteste nach Fabrikschließungen
  5. 15.02.2015: Bangladesch: Deutscher Fabrikbesitzer entläßt Textilarbeiter_innen - schwere Auseinandersetzungen
  6. 21.08.2014: Aktuelle Entwicklungen im Fall der Auseinandersetzungen um die Fabriken der Tuba-Gruppe in Bangladesch: 5 Fabriken geschlossen
  7. 31.07.2014: Hungern bis zum Tod – Arbeiterinnen der Tuba-Gruppe in Bangladesch sind seit drei Monaten ohne Lohn
  8. 29.07.2014 Konzerne in Deutschland steigern ihre Umsätze nach Rana Plaza – in Bangladesch erhalten viele Arbeiter_innen nicht einmal ihren Eid Bonus - Stand der Fabrikinspektionen
  9. Kinderarbeit in Bangladesch – Eine Dokumentation des britischen Senders ITV zeigt verheerende Zustände in einigen Textilfabriken Bangladeschs
  10. Die Opfer der Unglücke in Bangladesch warten noch immer auf Entschädigungszahlungen
  11. 25.10.2013: Sechs Monate nach dem Einsturz von RANA PLAZA – Entschädigungszahlungen stehen noch immer aus
  12. 09.10.2013: FEMNET und Clean Clothes Campaign trauern um weitere Tote in Fabrik in Bangladesch
  13. 28.09.2013: Stellungnahme des Näherinnengewerkschaftsbundes (GWTUC) in Bangladesch zum Kampf um einen neuen Mindestlohn
  14. 28.09.2013: Der Kampf um Mindestlohn in Bangladesch
  15. 13.09.2013: Bangladeschische ArbeiterInnen müssen weiter auf volle Entschädigung warten

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