Faire öffentliche Beschaffung

Modenschau mit fairer Berufskleidung. Foto: © Bernadett Yehdou. Modenschau mit fairer Berufskleidung.
Foto: © Bernadett Yehdou.
Ein erheblicher Teil aller auf dem Markt befindlichen und von der öffentlichen Hand benötigten Produkte – vom Stift bis zur Polizeiuniform –  werden unter menschenunwürdigen Bedingungen und unter Missachtung grundlegender Arbeitsrechte hergestellt. Gleichzeitig werden jährlich rund 370 Milliarden Euro von der öffentlichen Hand für die Beschaffung von Gütern ausgegeben. Diese erhebliche Nachfragemacht lässt sich bewusst nutzen, um faire Produktionsbedingungen und das Angebot fairer Berufskleidung zu stärken.

Bei der Verbesserung globaler Lebens- und Arbeitsbedingungen können Städte und Kommunen daher durch die öffentliche Beschaffung eine besondere Vorreiterrolle übernehmen. Welche Maßnahmen bei der Förderung einer sozial gerechten Beschaffung zu ergreifen sind und wie die Einhaltung von Sozialstandards nachweislich gefordert werden kann, ist jedoch nicht immer ganz klar.

Seit 2015 unterstützt FEMNET e.V. deshalb Beschaffungsverantwortliche bei der Stärkung sozialer Kriterien im öffentlichen Einkauf von Berufskleidung und berät Städte und Kommunen bei der wirkungsvollen Ausgestaltung ihrer Vorreiterrolle.

Den gemeinsamen Anfang hierbei macht das Amt für Stadtgrün der Stadt Bonn im Rahmen des Projekts „Gute Arbeit fairbindet – faire öffentliche Beschaffung.“

 

Projekt: "Gute Arbeit fairbindet – faire öffentliche Beschaffung."

Das Ziel des Projekts ist die Förderung einer fairen Produktion von Berufskleidung durch die Einbeziehung sozialer Kriterien in die Beschaffung von Arbeits- und Schutzbekleidung. Bislang suchte die Stadt Bonn – wie die meisten anderen Kommunen auch – die Bekleidung ihrer Bediensteten hauptsächlich nach Qualität, Sicherheitsstandards und Preis aus. Zwar fordert die Stadt Bonn schon seit vielen Jahren die Einhaltung von sozialen Kriterien, allerdings konnte dies bei der Auswahl der Angebote nicht ausreichend berücksichtigt werden. Dies möchte die Stadt Bonn künftig ändern und das Bonner Amt für Stadtgrün, das FEMNET bei einer konkreten Ausschreibung begleitete, machte den Anfang.

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und – unterstützt von Engagement global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit – leitete FEMNET im August 2015 die ersten Schritte für eine faire öffentliche Beschaffung ein.

 

Kontakt: Marie Luise Lämmle

Marie-Luise Lämmle
Projektleitung "Faire öffentliche Beschaffung"

Tel. 0228 90 91 73 08
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Bürozeiten: Di. - Fr. 09.00 - 17.00 Uhr

 

 

 

 

Aktuelle Projektfaltblätter als PDF-Download

Flyer "Gute Arbeit fairbindet"                                Flyer "Gute Arbeit fairbindet" für Bieter

Informationen zum Bonner Konzept                     Informationen für Bieter_innen

 

Broschüre "Schritt für Schritt. Ihr Weg zur fairen öffentlichen Beschaffung von Dienst- und Schutzkleidung"

Titel der broschüre "Schritt für Schritt. Ihr Weg zur fairen öffentlichen beschaffung von Dienst- und Schutzkleidung"Diese Broschüre ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von FEMNET und der Stadt Bonn im Projekt „Gute Arbeit fairbindet – Faire öffentliche Beschaffung“. Sie richtet sich an Beschaffungsverantwortliche, die sich um eine soziale Einkaufspraxis für ihre Kommune bemühen, und an Organisationen, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen und einen Wegweiser durch die komplexe Materie wünschen.

Die Broschüre kann als Printausgabe bei FEMNET bestellt oder direkt als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

 

 

 


                                    

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